• Mischa Nikolic

Die Okinawa-Diät: Leben bis 100

Was würde passieren, wenn Sie Ihre Ernährung auf Gemüse, die nährstoffreichste Lebensmittelgruppe, ausrichten würden?

 

In diesem Beitrag behandle ich den möglichen Hintergrund der "Hundertjährigen” und wie uns diese Einsichten helfen können, älter zu werden und Krankheiten präventiv zu behandeln. Internationale Ernährungsrichtlinien empfehlen, dass wir versuchen sollten, Essen zu wählen, das kalorienarm, aber reich an Nährstoffen ist, um das Risiko von chronischen Krankheiten zu reduzieren. Demnach ist Gemüse die gesündeste Lebensmittelgruppe, da sie die höchste Nährstoffdichte aufweist, was bedeutet dass sie die meisten Nährstoffe auf Kalorien gerechnet enthält.


Eine präventive Ernährung ist enorm wichtig um möglichen Krankheiten vorzubeugen und Veranlagungen entgegen zu wirken.


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Was passiert, wenn eine Bevölkerung ihre gesamte Ernährung auf Gemüse ausrichtet ?

Die Insel Okinawa wird auch als die „Insel der Hundertjährigen“ bezeichnet. Die Einwohner der Okinawa Insel in Japan, deren traditionelle Ernährung eine geringe Kalorien- aber hohe Nährstoff- dichte aufweist, zeigen die zweithöchste Lebenserwartung der Welt. Die Ernährung der Einwohner basiert hauptsächlich auf pflanzlichen Nahrungsmitteln wie Wurzelgemüse, grünem und gelbem Gemüse, Soja-Bohnen und Getreide. Das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Diabetes zu erkranken, scheint bei den Einwohnern, die dem traditionellen Lebensstil folgen, deutlich geringer zu sein als in westlichen Nationen. In der Altersgruppe zwischen 20 und 60 jedoch, weist die Statistik auf einen gegenteiligen Effekt hin. Heutzutage besteht ein nicht unbedenklicher Anteil der Nahrung der Einwohner von Okinawa aus Fisch und anderem Fleisch, da das U.S. Militär die Okinawa Insel verwaltete und die Einwohner der Inseln sich der Westlichen Ernährungsweise anpassten, bis sie 1972 an Japan zurückgegeben wurde. Jedoch hatte das Militär zuvor in den U.S. National Archiv Aufzeichnungen über die unbeeinflussten Ernährungsgewohnheiten von 2250 Einwohnern im Jahre 1949 erstellt. Die Ernährungspyramide in Abbildung 1 stellt sich aus diesen Aufzeichnungen zusammen.

Der Großteil der okinawischen Ernährung bestand aus pflanzlicher Basis, wie Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten.

Weniger als 3% der okinawischen Ernährung bestand aus Fisch, Fleisch, Milchprodukten und Eiern, so dass sie sich zu 96% aus pflanzlichen Lebensmitteln zusammensetzte. Der größte Teil der Ernährung bestand aus Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten. Den Hauptanteil des Gemüses im Besonderen machten lila und orangefarbene Süßkartoffeln aus. 90% Vollwertkost auf pflanzlicher Basis machte die okinawische zu einer hochgradig antioxidativen, entzündungshemmenden Ernährung. Natürlich wurde untersucht, ob die Einwohner genetisch bedingt bessere antioxidative Enzyme besitzen als der Rest der Welt - Die Antwort ist Nein.

Eine Studie fand heraus, dass ihre genetisch antioxidative Enzymaktivität die gleiche ist. Es sind die zusätzlichen Antioxidantien, die die Einwohner Okinawas über ihre Ernährung zu sich nahmen, die den Unterschied ausmachen - denn der größte Teil ihrer Ernährung bestand aus Gemüse !


Okinawa’s Einwohner wiesen sechs- bis zwölfmal weniger Todesfällen durch Herzkrankheiten auf als in Deutschland und den USA; Zwei- bis dreimal weniger Todesfälle durch Dickdarmkrebs; Siebenmal weniger Todesfälle durch Prostatakrebs; und ein fünfmal geringeres Risiko, an Brustkrebs zu sterben.


Ein Teil des antioxidativen Schutzes mag Ihren Ursprung in der vergleichsweise geringen Kalorienaufnahme haben, da die Insel Einwohner nur etwa 1.800 Kalorien pro Tag zu sich nahmen. Sie aßen zwar eine allgemein größere Menge an Nahrung, aber da vollwertig pflanzliche Lebensmittel kalorienärmer sind, kamen sie auf ingesamt weniger Kalorien pro Tag als Menschen in Deutschland, wo Erwachsene sich von schätzungsweise 3500 Kalorien ernähren.


Die Bevölkerung die am längsten lebt

Es gibt jedoch eine Bevölkerung die noch länger lebt als die Okinawa-Japaner, die die Wirksamkeit der vollwertigen pflanzlichen Ernährungsweise bestätigt. Die Vereinigung der über 21 Millionen adventistischen Vegetarier in Kalifornien, mit der vielleicht höchsten Lebenserwartung aller formal beschriebenen Bevölkerungsgruppen, ernähren sich nicht nur zu 98 %, sondern zu 100 % fleischfrei.


Adventistische vegetarische Männer und Frauen werden im Schnitt etwa 83 und 86 Jahre alt, vergleichbar mit den okinawischen Frauen, aber älter als die okinawischen Männer. Die ältesten adventistischen Vegetarier, die auch einen gesunden Lebensstil hatten, wie z.B. sportlich, Nichtraucher, wurden im Schnitt 87 bis 90 Jahre alt. Das ist eine etwa 10 bis 14 Jahre höhere Lebenserwartung, als die der allgemeinen Bevölkerung.

10 bis 14 zusätzliche Jahre auf dieser Erde durch einfache Lebensstilentscheidungen.

Die Adventisten zeigen, dass es heutzutage noch möglich ist, gesünder und dadurch länger zu leben, während die Langlebigkeit der Okinawer leider der Vergangenheit angehört. Okinawa beherbergt heutzutage mehr als ein Dutzend KFCs. Die Einwohner haben von einem cholesterinarmen Speiseplan auf ein paar Big Macs umgestellt und haben jetzt einen ebenso großen Nährstoffmangel wie durchschnitts-Amerikaner. Innerhalb von zwei Generationen haben sich die Okinawer von den schlanksten Japanern zu den fettleibigsten entwickelt. Infolgedessen haben Fachleute des öffentlichen Gesundheitswesens nun ihr Interesse daran bekundet, die Einwohner Okinawa's wieder dazu zu bringen, ihrer traditionellen Ernährungsweise zu folgen.


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